Aktuelle Hinweise
Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung des Philosophischen Seminars
04.11.2026, 18 Uhr, AUDI 11, Altes Auditorium, Weender Landstraße 2
Dietmar von der Pfordten (Göttingen):
Freiheit als Eigenschaft, Vermögen und Ideal
Prof. Dr. Dr. Dietmar von der Pfordten (Göttingen):
Freiheit als Eigenschaft, Vermögen und Ideal
Abstract
Freiheit ist einer der wichtigsten Werte unseres Lebens, wenn nicht sogar der wichtigste, vor allem in modernen, westlichen Gesellschaften. Aber was bedeutet es genauer, frei zu sein? Freisein ist primär eine Eigenschaft an bestimmten Trägern mit ihrem Verhalten, wie z. B. Menschen, aber auch Tieren und vielleicht anderen Wesen. Diese Eigenschaft ist durch bestimmte Merkmale charakterisiert, u. a. durch Relationalität, Steigerbarkeit usw. Die Eigenschaft, frei zu sein, setzt eine Lücke in der externen oder internen, körperlichen sowie geistig-defektiven Notwendigkeit voraus, die durch eine eigene Verhaltensbestimmung des Trägers gefüllt werden kann, weist also ein Element des Vermögens auf. Für geistige Wesen wie uns Menschen ist das Steigern des Freiseins ein Wert, ja sogar ein Ideal. Ein zu weitgehendes und umfassendes Steigern des Freiseins kann aber die Verwirklichung anderer Werte mindern oder sogar in Knechtschaft umschlagen.
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Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung des Philosophischen Seminars
18.11.2026, 18 Uhr, AUDI 11, Altes Auditorium, Weender Landstraße 2
Geert Keil (Berlin):
Willensfreiheit als Fähigkeit
Prof. Dr. Geert Keil (HU Berlin):
Willensfreiheit als Fähigkeit
Abstract
Hat der Mensch einen freien Willen oder hat die Hirnforschung diese Annahme widerlegt? Diese Frage ist eine trügerisch einfache Entweder-oder-Frage.
Philosophen scheuen sich, direkte Antworten auf schlecht definierte Fragen zu geben. Sie stellen Vorfragen, unter anderem die, was man unter „Willensfreiheit“ vernünftigerweise verstehen sollte.
Die Aussage, dass der Mensch einen freien Willen habe, ist eine nicht besonders glücklich formulierte anthropologische Behauptung über menschliche Fähigkeiten. Ein fähigkeitsbasierter Begriff der Willensfreiheit bietet viele Vorteile. Unter anderem trägt er dazu bei, das Verhältnis zwischen metaphysischen, begrifflichen und empirischen Fragen in der Freiheitsdebatte besser zu sortieren. Er verschafft auch der normativen Frage, wofür Menschen einander legitimerweiser verantwortlich machen, den richtigen Rahmen. Niemand ist verpflichtet, Unmögliches zu tun. Menschen sind vielmehr dafür verantwortlich, ihre Fähigkeiten angemessen auszuüben.
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Leitlinien zum Umgang mit KI-Werkzeugen in Prüfungsleistungen am Philosophischen Seminar
Das Philosophische Seminar möchte auch künftig schriftliche Arbeiten wie Essays und Hausarbeiten als Prüfungsformen beibehalten, da es sich hierbei um für das fachliche Lernen besonders fruchtbare Formate handelt. In Lehrveranstaltungen wird transparent kommuniziert, dass beim Anfertigen dieser Arbeiten der Einsatz von KI-Werkzeugen lediglich in dem Rahmen erlaubt ist, der dem Philosophieren und philosophischen Lernen nicht entgegensteht. Von Studierenden wird erwartet, dass sie sich eigenständig mit den philosophischen Gedanken und Texten anderer auseinandersetzen, eigene philosophische Überlegungen entwickeln und diese gemäß den wissenschaftlichen Standards des Faches verschriftlichen.
Leitlinien:
Die Lehrenden des Philosophischen Seminars erwarten bei schriftlichen Arbeiten, die als Prüfungsleistungen eingereicht werden,
September 2025